WÖR (Belgien)

Die belgische Formation WÖR, das sind fünf junge Musiker mit Witz, Charme und viel Lebensfreude. Zurück in die 1780er - das ist ihr Motto! Was damals gut klang, das klingt auch heute ... WÖR bringt mit Geige, Dudelsack, Saxofon, Akkordeon und Gitarre frischen Schwung in Melodien Flanderns aus dem 18ten Jahrhundert und interpretiert sie auf abwechslungsreiche und beeindruckende Weise. Auf die Idee, diese alten Melodien zu neuem Leben zu erwecken, kamen die Musiker von WÖR, als sie ein Stück aus der Sammlung von De Gruijters, einem Glockenspiel-Spieler aus Antwerpen neu arrangierten - und begeistert waren.

 

Mit der Hilfe von Musik-Experten, Glockenspiel-Spielern (De Gruijters, Van Belle und De Prins), Tanzmeistern (Trappeniers und d'Áubat) und sogar einer Familie von Musikern und Rechtsanwälten, der Di Martinelli-Familie, entstand nun diese großartige Sammlung von Melodien des 18ten Jahrhunderts.

 
Das sagen die Medien:

World of Folk (GER), Jonas Böttcher

https://worldoffolk.wordpress.com/2015/11/16/deen-zeitreise-mit-dudelsack-und-saxophon/

Zeitreise mit Dudelsack und Saxophon

Ob so ein Elch ruft? “Wör” sind aus Belgien. Fünf junge Musiker mit Witz und Charme bringen ihr erstes Album “Back to the 1780’s” heraus. Schauen wir uns für diese Zeit die literarischen Epochen an, so begegnen uns hier Aufklärung, Empfindsamkeit und Sturm und Drang – durchaus Schlagwörter, mit dem sich das Album beschreiben ließe.

Aber zurück zur Musik. Die CD ist in einem schmalen Karton eingefasst. Im ersten Eindruck überzeugt Wör schon optisch durch ihr schlichtes, weißes Design. Keine Grafiken sondern hochwertige Fotografien wurden verwenden. Naomi Vercauteren (Violine) und die vier Jungs Fabio Di Meo (Bariton und Sopransaxophon), Pieterjan Van Kerckhoven (Dudelsäcke, Musette und Sopransaxophon), Bert Ruymbeek (Akkordeon) und Jeroen Knapen (Gitarre) wollen mit Folkmusik aus den 1780er Jahren die Leute begeistern. Ihrem Albumtext nach lieben und spielen die Flamen diese Musik noch

heute.

Ihr erstes Stück lädt auch schon gleich zum Tanz ein. Nicht wenig verwunderlich, spielen die Fünf doch Bal Folk, und das mit verdammt viel Lebensfreude. … Und was ist schon naheliegender – den zweiten Track beschreiben sie just mit den Worten “2 party tunes”.

Und doch ist es anders als klassischer Bal Folk. Wör arrangieren, wählen die Töne bewusst aus. Knackig auf Trab gehalten vom Saxophon, oft deutlich führend vom Dudelsack, glasklar begleitet von Gitarre, Akkordeon und den übrigen Instrumenten. Wör verstehen es, Tunes Charakter zu geben, sie wie eine Figur zu erschaffen und zu gestalten. Lauscht man länger, fängt diese Figur sich rasch an zu bewegen, um gleich darauf zu Tanzen, ganz wie es ihrem Wesen entspricht.
Ob es an der Jahreszeit liegt? Klingt das bedächtige Lied “Zezero” ihres Albums doch fast weihnachtlich. Es scheint umherzuschweifen, durch die Wälder, fort über die Hügel, weit hinaus. Mein Lieblingsstück ist übrigens Track 10 “Lavandière”. Beschwingt, zutraulich, ein echt tolles lebendiges

Tanzstück. Das Album endet mit einem tragenden von Dudelsack geführten Stück und klingt zum Ende hin angenehm aus.

Ein sehr gelungenes Album der belgischen Folkmusik-Grupppe ist es geworden. Wör spielen abwechslungsreich und bunt und doch deutlich und klar. Jedes Instrument ließe sich greifen. Auf einem Ihrer Videos spielen Wör übrigens auf einer Bühne, sie geben ein Konzert, ohne Tanzboden, sondern “klassisch” mit sitzendem Publikum.

Es scheint, sie wollten ihre Musik deutlich über die Folkszene hinaus in die Welt tragen. Mitreißend!

 

Folker

(GER), Christian Rath

Die fünfköpfige belgische Band Wör hat ein originelles Konzeptalbum vorgelegt. Der Titel Back To The 1780’s deutet an, dass sie ausschließlich Material aufgenommen haben, das zwischen 1743 und 1781 in Flandern entstand. Bedient haben sie sich zum Beispiel aus dem Notenbuch des

Antwerpener Carillonspielers Joannes de Gruijtters sowie aus fünf weiteren Quellen aus dieser Zeit. Die Band aus Gent hat die Melodien neu arrangiert und mit Geige, Dudelsack, Saxofon, Akkordeon und Gitarre eingespielt. Das Album klingt also nicht nach Alter Musik, sondern nach einer zeitgenössischen

belgischen Folkband, nicht zuletzt wegen des Saxofons, das an die Gruppe Fluxus erinnert. Auch die Melodien wirken nicht angestaubt, sondern könnten durchaus in diesem Jahrzehnt entstanden sein.

 

Weitere Rezensionen: 

Songlines

“A Blizzard of five star reviews on two continents” - FRoots

“They’re all astonishing musicians, coaxing fantastic sounds out of their chosen instruments.” - Huffington Post

“To be enjoyed without moderation.” - Tradmagazine

"WÖR are 'drummer-less,' storm, swing, and stomp like a classical quintet adding a dash of folk-rock to a bewigged cotillion.” - Rootsworld

 

Website:

http://www.wearewor.com/

 

Facebook: https://www.facebook.com/WeAreWor/

 

YouTube:

https://www.youtube.com/watch?v=8NFdmpdF4iQ

https://www.youtube.com/watch?v=80iIYe3LOpw